Das Motto für die aktuelle PostausmeinerKüche-Aktion war “Kindheitserinnerungen”. Gar nicht so leicht, fand ich. Das meiste, was mir in den Sinn kam, war entweder eine kulinarische Kindheitserinnerung, die ich nicht unbedingt mit meiner lieben Tauschpartnerin Kristina – die übrigens einen ganz tollen Blog hat – antun wollte (Graupensuppe) – oder schlichtweg nicht umsetzbar (Rehrücken).

Die Graupensuppe gab es jeden Samstag in der Renovierungsphase meines Elternhauses. Seitdem habe ich sie nieee wieder gegessen. Den Rehrücken gab es im Urlaub im Schwarzwald anlässlich meines 10.Geburtstags. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich das unheimlich mochte – eigentlich eher ungewöhnlich für ein Kind in dem Alter. Aber das ist nun wirklich nichts, was man für ein PAMK-Paket verwenden könnte.

Dann gab es verschiedene Dinge, die meine Mama mit sehr klangvollen Namen bedachte, damit wir sie mochten. Quark zum Nachtisch beispielsweise wurde “Engelstraum”: Quark mit ein bisschen Erdbeermarmelade verrühren, ein bisschen Schokolade drüberraspeln und es entlockte uns ein entzücktes “oooooooooooooh Eeeeeeeeengelstraum…!”

Nicht funktioniert hat dieser Trick mit paniertem Sellerie, den sie uns als “Kalbsschnitzel” verkaufen wollte. Nee, sorry, darauf sind wir nun wirklich nicht reingefallen, Mama ;)

Ein großer Hit bei allen Kindergeburtstagen waren allerdings unsere Geburtstagskuchen. Wir hatten immer die tollsten Geburtstagskuchen. Sehr beliebt war und ist der Smartieskuchen. Und den konnte und wollte ich Kristina nun wirklich nicht vorenthalten. Unter der Schokoladen-Smarties-Hülle steckt ein Nuss-Schokoladentröpfchen-Rührkuchen, den man prima zum Kaffee oder Kakao, abends auf dem Sofa, morgens zum Frühstück oder auch im Büro wegkrümmeln kann.

Smartieskuchen

So gehts:

200 g Butter, 3 Eier und 150 g Zucker und 1 P. Vanillezucker schaumig rühren. 200 g gemahlene Haselnüsse, 1 Pr. Salz, 150 g Mehl, 2 Teel. Backpulver und ein halbes Röhrchen Rum-Aroma dazugeben und gut vermixen. Dann 75 g Schokotröpfchen vorsichtig unterrühren.

Eine Kastenform (11×25 cm) einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Überschüssiges Paniermehl ausklopfen. Den Teig einfüllen und glattstreichen. Den Kuchen für ca. 60 min bei 180°C (Umluft) backen.

Man sollte darauf achten, dass der Ofen nicht zu heiß ist und der Kuchen außen zu dunkel und innen nicht fertig wird – wenn das passiert, gibt es nur eine Lösung: Hitze reduzieren, Dauer im Ofen verlängern, danach das Schwarze gut abkratzen, das ganze dick mit Schokolade glasieren und mit vielen Smarties garnieren und hier ist der Trick: dem Ehemann für die hungrigen Kollegen im Büro mitgeben. Dann einen zweiten Kuchen für die PAMK-Partnerin backen *g*

Zurück zum richtigen Rezept: hier wird der wunderbar gelungene Kuchen (hoffentlich, denn aufschneiden ging ja nicht) vorsichtig aus der Form geholt und nach dem Abkühlen mit Schokoglasur überzogen. Darauf schnell die Smarties verteilen und restliche Smarties drumherum verteilen. Für Liebhaber von Weingummi kann man Smarties natürlich auch durch Gummibärchen ersetzen.

Mein Elternhaus ist ziemlich alt, mein Uropa hat es 1929 gebaut. Aus Erzählungen meiner Mama weiß ich, dass der Garten früher voll von Obstbäumen und Sträuchern war, Apfel, Pflaume, Birne, Johannisbeeren und und und. In meine Kindheit haben sich der Apfelbaum und die Johannisbeersträucher retten können. Der Apfelbaum musste leider ein paar Monate vor unserer Hochzeit gefällt werden, weil er morsch war. Und obwohl der Garten immer noch sehr schön ist, vermisse ich diesen Apfelbaum sehr. Eine Baumstammscheibe haben wir übrigens als “Ringkissen” bei der Hochzeit verwendet… Falls ihr mal eine gute Apfelbaumsorte sucht: Rheinischer Bohnapfel – wenn ihr den kriegen könnt: nehmt ihn!

Die schwarzen Johannisbeeren mochte ich schon als Kind sehr gern, ich erinnere mich an einen Sommer, ich muss so 4 oder 5 gewesen sein und habe Johannisbeeren gepflückt und als ich ins Haus gerufen wurde, habe ich sie in die Jacke meiner Strickjacke gesteckt und vergessen. Naja, was soll ich sagen … die Jacke war total versaut. Entschuldigt, aber es gibt kein anderes Wort dafür. ;)

Also habe ich ein Gelee aus schwarzen Johannisbeeren (bzw. Johannisbeersaft) gemacht, weil ich finde, das ist die beste Art, Johannisbeeren zu essen und man kann soviel mehr damit machen, als nur aufs Brot schmieren (obwohl: es geht nichts über ein frisches Sonntagsbrötchen mit selbstgemachtem Gelee oder Marmelade), man kann es für Plätzchen verwenden und für Kuchen oder in Saucen (z.B. Rehrücken *g*) …. meins ist leider ein bisschen flüssig geworden dieses Mal – aber so braucht man es zum Backen und Kochen wenigstens nicht verflüssigen *hihi*…

Schwarzes Johannisbeergelee

Ihr braucht: 750 ml guten schwarzen Johannisbeersaft (ich hole meinen immer im Bauernladen um die Ecke, dort kommt er von einem regionalen Abfüller) und Gelierzucker 2:1 und ein Päckchen Zitronensäure. Den kalten Saft mit dem Gelierzucker vermischen, dann aufkochen und die Zitronensäure dazugeben und 1 Min. kochen lassen. Dann in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser abfüllen und sofort mit Twist-off-Deckeln verschließen. Für 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann umdrehen.

Und weil alles draußen noch garnicht sonnig und frühlingshaft ist, hat Kristina ein Sonnenpaket erhalten. Der weiße Hund auf der Karte ist übrigens ein Wolf. Kristina hat nämlich einen Hund und weil ich keine Hundekarte hatte, gabs stattdessen eine Wolfskarte – denn das ist näher dran als alles andere was ich bisher fotografiert habe :)

PAMK

Ich habe von Kristina auch ein ganz tolles Paket bekommen, dem ich aber einen eigenen Post widmen will. Denn da gibt es noch eine ganz nette Geschichte zu erzählen, die etwas zu tun hat mit einem Teil aus dem Paket und einer neuen Decke in der Küche.